Letztes Jahr fuhr ich nach Rom – in Roma (italienisch für Rom) taucht man in eine andere Welt ein… Man ist plötzlich 2000 Jahre zurückversetzt und erlebt das römische Reich neu. Ich habe in Rom die Paläste gesehen und die Theater, in denen das Volk belustigt wurde – ja, ich selber saß plötzlich zwischen vielen Bürgern des alten Roms und habe einem Theaterspiel gespannt gelauscht. Ich bin die Via Sacra in Rom entlanggegangen und fühlte, wie anstrengend der Weg für die armen Händler damals war. Aber ich habe auch die Gegensätze gesehen – zum Einen das traumhafte Gefühl auf der Brücke zum „Castel Sant’Angelo“ entlangzugehen, dann das rauschende Leben auf der Piazza Navona, aber auch das arme Leben der einfachen Leute in Ostia. Ich habe Michelangelo beim Malen der Sixtinischen Kapelle zugesehen und darüber gestaunt, wie viele Touristen achtlos an diesen Kostbarkeiten in Rom vorbeigehen. Auch war ich in mitten der Schule von Athen unter all den Philosophen und Philosophinnen und habe über den Sinn des Lebens diskutiert. Ich bin durch luxuriöse Einkaufsstraßen in Rom geschlendert und habe Straßenmusikanten zugehört.

Rom ist eine Stadt voller Widersprüche, in der man Träumen kann, in eine ferne Welt eintauchen oder achtlos und blind an den Besonderheiten vorbeilaufen kann. Aber wenn man die Augen aufmacht, sieht man die Faszination, die einem diese atemberaubende Stadt bietet. Ich liebe Rom und werde es immer im Herzen behalten – eines Tages werden mich meine Füße wieder in diese Stadt tragen.

Ein Brauch besagt, dass man, wenn man ein Geldstück über die rechte Schulter in die Fontana di Trevi wirft, nicht das letzte Mal in seinem Leben in Rom gewesen ist – aber das weiß ich auch ohne Geldstück.

Eines Tages, als wir nach Ostia fuhren, sah ich in der Innenstadt ein Freilichtmuseum mit sehr alten Zügen, wie sie vermutlich vor 50 Jahren genutzt wurden. Ich war fasziniert und machte Bilder. Plötzlich hörten wir von unserem verantwortlichen Leiter: „Einsteigen!“ - und uns alle überkam ein Schauer… anscheinend war das hier kein Museum, sondern ein realer Bahnhof. Wir haben die Fahrt tatsächlich überlebt, auch wenn der Zug oft mehr hin und herschwankte, als uns lieb war.

Zu berichten wäre noch vom Schilderwahn, der bei Italienern (die übrigens keine Fahrschule haben) nichts bringt, aber alle Fußgänger zur Verzweiflung, oder von kleptomanischen Nonnen, die uns an unserem letzten Tag in ihrer Herberge um alle übriggebliebenen Scheine erleichterten… aber ich versinke schon wieder in meinen Träumen und sehe mich das Rätsel des Pantheons entdecken – Viva Roma.

Molto grazie per leggio!

Fedelmente Nadja (alle Fotos: ©NadjaI)

Und auf folgenden Seiten gehts nach Rom: von Berlin z.B. mit Airberlin und Alitalia, von Düsseldorf mit Condor

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